Sanierung eines Anlagenbauers in Frankreich
Portfolio-Unternehmen eine Private Equity Fonds im Bereich Pipeline-Coating
Die Ausgangslage
Ein französisches Pipelinecoatingunternehmen mit 4 Standorten in Frankreich und Deutschland war über Jahre hinweg mit einem großen Pipelineprojekt in der Ostsee mit dem Coating der Pipeline beschäftigt. Nach Abschluss dieses Projektes hatte das Unternehmen seine Belegschaft von ursprünglich 550 Mitarbeitern nicht an die neue Auftragslage ausreichend angepasst. Dadurch litt das Unternehmen an einer beträchtlichen Verlustsituation und entsprechendem negativen Cash Flow. Unser Auftraggeber – eine Restrukturierung spezialisierte Private Equity Gruppe – erwarb dieses Unternehmen und wir erhielten den Auftrag die Restrukturierung vor Ort durchzuführen. Dazu waren wir in der Funktion als Geschäftsführer Finance sowie als Chief Restructuring Officer beauftragt einen Restrukturierungsplan zu entwickeln und umzusetzen.
Vorgehen
Erarbeitung eines Restrukturierungsplanes zur zügigen Kapazitätsanpassung auf die gegebene Auftragslage. Erzielung eines konfliktfreien Personalabbaus der Festangestellten um 25% im herausfordernden französischen Arbeitsrechtsumfeld und unter Einbeziehung des gewerkschaftlich organisierten Betriebsrates. Gewinnung von Großkunden für Kostenzuschüsse zur finanziellen Gesundung des Unternehmens. Unter anderem konnte ein Projektbetreiber von der Notwendigkeit der Kostenübernahme für ein leer stehendes Werk gewonnen werden. Durchführung umfangreicher Kostensenkungs- und Cashsicherungsmaßnahmen. Verkaufsvorbereitungen und Begleitung der Verkaufsverhandlungen eines Werksteiles an einen neuen Projektbetreiber.
Massnahmen
- Interimistische Stellung eines Geschäftsführers Finanzen mit den Befugnissen eines Chief Restructuring Officer.
- Erarbeitung eines Restrukturierungsplans mit dem Ziel der Beseitigung des bis dahin vorliegenden negativen Cash Flows.
- Einführung eines Finanzcontrollings entsprechend den Konzernstandards.
- Aufbau und Leitung eines Restrukturierungsteams zur Umsetzung der Kostensenkungsmaßnahmen, insbesondere der Umgestaltung der Organisation aufgrund es 25 % Personalabbaus.
- Gewinnung eines Großkunden zur Kostenübernahme für ein leer stehendes Werk um so die Produktionsbereitschaft für ein mögliches nächstes Projekt zu erhalten.
- Zusätzlich konnte ein wichtiger Großabnehmer am Stammsitz zur Übernahme von Umsatz und Kostenübernahmegarantien für ein nicht ausgelastetes Werk überzeugt werden.
- Vorbereitende Verhandlungen zum Verkauf der deutschen Standorte an einen Großkunden
Erfolg
Das Unternehmen ist heute immer noch finanziell erfolgreich tätig im Verbund des Private Equity Konzerns. Ein neuer Vertriebsgeschäftsführer konnte eine nachhaltige Projektpipeline aufbauen. Ein Unternehmensteil, für den wir zeitweise die Interim-Geschäftsführung innehatten, konnte inzwischen erfolgreich für einen hohen zweistelligen Millionenbetrag an einen neuen Projektbetreiber verkauft werden.
